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Holz kleben Ratgeber – Haltbare Holzverbindungen mit Holzleim

Holz kleben

 

Holz ist nicht umsonst einer der beliebtesten Werkstoffe, denn es hat vielfältige positive Eigenschaften. Allerdings besitzt es auch Nachteile, die sich beispielsweise auf das Holz Kleben auswirken können. In unserem Holz Ratgeber erfahren Sie, wie Sie am besten Holz verkleben können und welchen Holzleim Sie dafür verwenden sollten.

 

 

 

Eigenschaften von Holz für das Verkleben

Wenn Sie Holz und Leim optimal zusammenbringen möchten, müssen Sie einige grundlegenden Dinge beachten, denn Holz ist nicht gleich Holz. Es gibt eine große Anzahl unterschiedlicher Hölzer, die nicht nur aufgrund ihrer Härte – weich und hart – unterschieden werden, sondern auch aufgrund ihrer Farbe oder eventuell vorhandener Harzgänge. Weiterhin gibt es sowohl Massivhölzer als auch Kernholz, Spanplatten oder Splintholz. Es werden außerdem quellende und poröse Hölzer unterschieden.

Doch das ist noch nicht alles, denn die Eigenschaften des jeweiligen Holzes können sogar je nach Luftfeuchtigkeit, Temperatur und anderen Umweltbedingungen variieren. Es dehnt sich aus und zieht sich zusammen – man sagt, das Holz „arbeitet“. Dieses Arbeiten kann bei einem unpassenden Klebstoff dazu führen, dass die Klebenaht mit der Zeit beschädigt wird und schlimmstenfalls reißt.

Weissleim

Weiterhin muss ein guter Holzkleber in der Lage sein, auch unterschiedliche Werkstoffe miteinander zu verbinden, beispielsweise wenn verschiedene Wärmeausdehnungskoeffizienten vorliegen.

Auf all diese Eigenschaften muss ein guter Holzleim eingehen, denn dieser muss eine ausreichende Klebkraft aufbringen, darf das Holz jedoch nicht quellen lassen oder von diesem aufgesogen werden.

 

 

Verschiedene Beanspruchungsgruppen in der Übersicht

Um Holz dauerhaft und hochfest zu fügen, muss der Kleber die optimalen Eigenschaften für die jeweilige Klebeverbindung aufweisen. Daher werden Holzkleber in vier verschiedene Beanspruchungsgruppen eingeteilt. Je höher die Klassenbezeichnung, desto witterungsresistenter ist der jeweilige Holzleim.

Wenn Sie Holz leimen möchten, sollten Sie also unbedingt auf die Beanspruchungsgruppe achten, denn sonst könnte es passieren, dass sich die Klebenaht bei ungünstigen Witterungsbedingungen im Außenbereich wieder löst. Für den Innenraum ist also im Prinzip jede Beanspruchungsgruppe geeignet, während sich für eine wirklich feste Verbindung im Außenbereich nur die Beanspruchungsgruppe D4 eignet.

Achten Sie im Außenbereich außerdem auf die Temperaturbeständigkeit des Holzleims. Es bietet sich an, einen Weißleim zu verwenden, der auch größere Temperaturunterschiede sowie direkte Sonneneinstrahlung ausgleichen kann.

Für die Beanspruchungen werden die Klassen D1 bis D4 genutzt wie in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

 

Klassifizierung Merkmale
Beanspruchungsgruppe D1
  • Wird als „trockenfest“ bezeichnet
  • Für eine sehr niedrige Beanspruchung
  • Nur für den Innenbereich geeignet
  • Die Restfeuchte des Holzes darf 15 % nicht überschreiten
Beanspruchungsgruppe D2
  • Wird als „feuchtfest“ bezeichnet
  • Nur für den Innenbereich geeignet
  • Sehr kurzzeitiger Kontakt mit Feuchtigkeit erlaubt
  • Die Restfeuchte des Holzes darf 18 % nicht überschreiten
Beanspruchungsgruppe D3
  • Wird als „kaltwasserfest“ bezeichnet
  • Für Innenräume, allerdings auch für Feuchträume geeignet
  • Auch für den Außenbereich, allerdings nur bei witterungsgeschütztem Einsatz
Beanspruchungsgruppe D4
  • Wird als „feuchtwasserfest“ bezeichnet
  • Für allerhöchste Ansprüche entwickelt
  • Hohe und langanhaltende Feuchte stellt kein Problem darf

 

 

Verschiedene Holzklebstoffe vorgestellt

Es sind verschiedene Holzleimarten auf dem Markt und nicht alle davon sind für jede Anwendung geeignet. Wie bereits ausgeführt gibt es solche für den Innen- sowie welche für den Außenbereich. Doch auch andere Kriterien sind von Bedeutung, wenn Sie Holz leimen möchten.

So unterscheidet man beispielsweise Holzkleber mit natürlichen Inhaltsstoffen von solchen, die synthetische Stoffe beinhalten. Natürliche Holzleime sind:

  • Glutinleim, welcher tierische Abfallstoffe wie beispielsweise Knochen enthält, jedoch nur noch in Ausnahmefällen angewandt wird
  • Kaseinleim besteht aus Kasein, einem Milcheiweiß, und wird in Verbindung mit Calciumhydroxid, also gelöschtem Kalk, hergestellt

Kaseinleim hat gegenüber dem Glutinleim den Vorteil der Hitzebeständigkeit. Außerdem ist er wasserresistent. Allerdings wird er nur noch selten von Heimwerkern, sondern vielmehr von Tischlern verwendet.

Die hier erwähnten Holzkleber sind nicht nur umweltfreundlich, da sie aus natürlichen Stoffen bestehen, sie sind auch zum Teil lebensmittelecht. Allerdings ist die Auswahl an natürlichen Klebersorten gering und sie sind eher für das professionelle Handwerk geeignet als für den Heimbedarf. Daher sind sie auch nicht in jedem Markt erhältlich.

Holz leimen

Holzleime mit synthetischen Inhaltsstoffen hingegen sind in der Regel Dispersionsklebstoffe, die frei von Lösemitteln sowie Formaldehyd sind. Allerdings sind auch Formaldehydleime erhältlich sowie PU-Leime und Epoxidharzklebstoffe. Der Weißleim ist einer der bekanntesten synthetischen Holzleime.

Synthetische Holzleime haben also verschiedene Vorteile. So bieten sie ein breites Portfolio an Möglichkeiten und verbinden viele unterschiedliche Materialien sicher miteinander. Sie halten auch hohen Belastungen stand, wobei natürlich auf die Klassifizierung von D1 bis D4 geachtet werden sollte. Außerdem ist eine große Vielfalt dieser Holzkleber auf dem Markt erhältlich.

Ein großer Nachteil sind die chemischen Inhaltsstoffe, die teilweise auch für den strengen Geruch sowie potentielle gesundheitliche Beeinträchtigungen sorgen können. Es sollte also bei der Arbeit mit synthetischen Klebstoffen stets eine Sicherheitsausrüstung getragen werden.

 

Holzleim/Weißleim auf PVA Basis

Der Name Weißleim ist Programm, denn vor der Aushärtungsphase wartet er mit einer milchig-weißen Farbe auf; er härtet jedoch transparent aus. Dadurch entsteht eine höchst unauffällige Klebenaht.

Weißleim muss weder verdünnt, noch eigens angemischt werden; eine Vermischung mit Vernetzern oder Härtungsmitteln ist jedoch möglich. Vorsicht ist geboten bei Harthölzern sowie Tropenhölzern, denn diese enthalten häufig viel Harz und/oder Öl. Diese Stoffe können die Klebeleistung des Weißleims beeinträchtigen.

Vorteile

 

  • PVA Kleber ist formaldehydfrei und somit geruchlos
  • Er härtet transparent aus und ist somit sehr unauffällig
  • Bei Raumtemperatur erfolgt die Aushärtung recht schnell
  • Holz und Leim gehen eine extrem starke Verbindung ein

Nachteile

 

  • Die meisten davon sind nicht für Lebensmittel geeignet und sollten daher nicht auf Oberflächen verwendet werden, die mit Getränken und Essen in Berührung kommen
  • Manche PVA-Kleber sind nicht wasserfest
  • Weißleim ist häufig nicht geeignet für Tropenhölzer oder Harthölzer

 

Empfehlung: Ponal Express Holzleim

Der Ponal Express Holzleim härtet schnell und transparent aus, so dass die Klebenaht sehr unauffällig ist. Seine Anwendung ist durch die praktische Dosierspitze einfach und auch für nicht geübte Handwerker möglich. Doch nicht nur Heimwerker, sondern auch passionierte Bastler werden mit dem Ponal Express Holzleim Freude haben, denn der Holzkleber ist für viele verschiedene Materialien und Anwendungen geeignet. Von uns erhält er, auch aufgrund seines durchaus fairen Preises, eine klare Empfehlung.

Ponal Express Holzleim, PN15X

4,79 €

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Polyurethanleim

Die heutzutage modernste Version des Holzleims ist der Polyurethanleim. Dieser verklebt die meisten Materialien sicher und dauerhaft miteinander. Dadurch ist auch das Fügen unterschiedlicher Werkstoffe kein Problem. Selbstverständlich gilt dies auch, wenn Sie Holz verleimen möchten.

Polyurethanleime sind nicht nur höchst wasserbeständig, sondern auch frei von Lösemitteln. Möchten Sie im Außenbereich Holz verkleben, so sollte PU-Leim definitiv in die engere Klebstoffauswahl kommen, denn dieser Kleber ist perfekt für schwierige oder unbeständige Witterungsverhältnisse.

Holzleim

PU-Leim ist sowohl ein- wie auch zweikomponentig erhältlich. Beide härten elastisch und flexibel aus und sind daher für die Verklebung unterschiedlicher Materialien geeignet, auch wenn diese über verschiedene Wärmeausdehnungskoeffizienten verfügen oder hohen Vibrationen ausgesetzt sind.

Ein Unterschied besteht darin, dass der einkomponentige Leim bis zu drei Tage für die vollständige Aushärtung benötigt, während der zweikomponentige Klebstoff eine begrenzte Topfzeit hat und nur etwa vierundzwanzig Stunden dafür braucht.

Vorteile

 

  • Sie sind sowohl als ein- wie auch als zweikomponentige Klebstoffe mit unterschiedlichen Klebeeigenschaften erhältlich
  • Sie sind sehr resistent gegen Umwelt- und Witterungsbedingungen
  • Das Gleiche gilt für ihre Alterungsbeständigkeit
  • Sie erreichen eine optimale strukturelle Festigkeit, so dass die Klebenaht hohen Belastungen ausgesetzt werden kann
  • Ihr Spaltüberbrückungsvermögen ist sehr hoch
  • Auch für großflächige Verklebungen sind PU-Kleber die Klebstoffe der Wahl
  • Die Verarbeitungsmöglichkeiten sind ebenso vielfältig wie die damit kompatiblen Werkstoffe
  • PU-Kleber sind auch für den Außenbereich geeignet

Nachteile

 

  • PU-Kleber eignen sich eher für schnelle und erfahrene Handwerker, da ihre Topfzeit niedrig angesetzt ist
  • Sie sind eher im hochpreisigen Bereich anzusiedeln

 

Empfehlung: Soudal Pro 45P PU Kleber

Der Soudal Pro 45P PU Kleber ist ein richtiger Allrounder und erhält von uns schon deshalb eine Empfehlung. Er hält sogar auf feuchten oder nassen Oberflächen und ist einfach in der Anwendung. Die Verbindung der beiden Substrate hält dauerhaft und sicher und für diese Klebeleistung ist der Preis absolut unschlagbar.

Soudal PU-Kleber 45P, Polyurthan-Basis, 750g

15,20 €

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Epoxidharz Klebstoffe

Wenn Sie Holz verleimen möchten, könnten auch Epoxidharzklebstoffe eine gute Wahl sein, denn diese gehen eine höchst beständige und belastbare Verbindung ein. Sie bestehen aus zwei Komponenten, nämlich dem Harz und einem Härter. Somit gehören Epoxykleber zu den sogenannten Reaktionsklebstoffen, da sie durch eine chemische Reaktion aushärten. Epoxidharzkleber sind höchst beständig gegen mechanische sowie chemische Einflüsse. Außerdem sind sie wasserfest. Sie sind nicht nur als Holzkleber einsetzbar, sondern auch als Spaltenfüller.

Holz verleimen

Vorteile

 

  • Er wird sehr fest und geht eine dauerhafte und höchst belastbare Verbindung ein
  • Er ist resistent gegen die meisten mechanischen Einflüsse sowie Öle und aggressive Stoffe
  • Epoxykleber ist lösemittelfrei
  • Der Klebstoff verklebt eine ganze Reihe an Werkstoffen, so auch Holz, Glas, Beton, verschiedene Kunststoffe und Keramik
  • Es können Füllmaterialien beigemischt werden, zum Beispiel Farbpigmente, Inhibitoren oder Beschleuniger
  • Die Topfzeit ist angegeben, so dass der Anwender genau weiß, wie viel Zeit zur Verklebung bleibt

Nachteile

 

  • Er ist ziemlich teuer
  • Wird er nicht in einer Doppelkammerkartusche geliefert, ist die Anmischung nicht ganz einfach, denn das Mischverhältnis muss absolut exakt sein
  • Bei der Arbeit mit Epoxidharzklebstoff sollte eine Schutzausrüstung getragen werden, da dieser vor der Aushärtung potentiell gesundheitsschädliche Dämpfe abgibt

 

Empfehlung: UHU Plus Endfest Epoxidkleber

Der UHU Plus Endfest Epoxidharzkleber, der in einer Doppelkammerkartusche geliefert wird, hält viele Vorteile für den Anwender bereit. So ist seine Verwendung einfach und der Preis absolut fair. Die Topfzeit beträgt etwa neunzig Minuten – genug Zeit, um auch kompliziertere Verklebungen stressfrei vornehmen zu können. Zwar ist die Aushärtungszeit bis zu 24 Stunden lang; dafür hält der UHU Plus Endfest jedoch bombensicher auch bei hohen Belastungen.

UHU Plus Endfest, glasklarer 2-Komponentenkleber, 25 g

9,99 €

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Sekundenkleber

Cyanacrylatklebstoffe, auch Sekundenkleber genannt, sind perfekt für kleine und punktuelle Verklebungen geeignet. Ihre sehr kurze Aushärtungsphase verhindert jedoch die großflächige Arbeit. Auch für Verklebungen, bei denen ein Fixieren unmöglich ist, sollte ein guter Sekundenkleber zum Einsatz kommen.

Vorteile

 

  • Es sind feste und dauerhafte Verbindungen möglich
  • Für punktuelle Arbeiten ist Sekundenkleber perfekt geeignet
  • Der Kleber ist nicht nur für Holz, sondern für viele verschiedene Werkstoffe geeignet
  • Es sind unterschiedliche Dosierspitzen erhältlich, so dass für jede Anwendung die passende dabei ist
  • Die Konsistenz der auf dem Markt erhältlichen Sekundenkleber ist variabel; sie reicht von sehr flüssig bis gelartig

Nachteile

 

  • Hautkontakt sollte aufgrund der kurzen Aushärtungsphase unbedingt vermieden werden
  • Für großflächige Verklebungen ist der Sekundenkleber aufgrund der kurzen Topfzeit ungeeignet

 

Empfehlung: Pattex Sekundenkleber Gel

Der Pattex Sekundenkleber bietet alles, was ein solider Vertreter dieser Klebstoffart haben muss, und noch mehr: Er lässt sich einfach und tropffrei auftragen und verklebt fast alle Materialien bombenfest.

PATTEX Sekundenkleber Ultra Gel Matic, 3 g

4,45 €

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Durch die enthaltenen Gummi-Mikropartikel entstehen besonders dauerhafte Verbindungen und die Aushärtungszeit von wenigen Sekunden macht dem Namen des Klebers alle Ehre. Von uns gibt es daher eine klare Empfehlung für den Pattex Sekundenkleber!

Plexiglas zu kleben ist problemlos möglich. Es kommt dabei vor allem auf den richtigen Kleber sowie auf die optimale Oberflächenvorbereitung an. Halten Sie sich am besten an unseren Plexiglaskleber Test und Ratgeber, dann kann eigentlich nichts schiefgehen.

 

 

Glas auf Holz kleben

Beim Glas auf Holz Kleben besteht ein grundsätzliches Problem: Während Holz ein arbeitender Stoff mit vielen Poren ist, handelt es sich bei Glas um einen besonders glatten und unbeweglichen Werkstoff. Glas arbeitet nicht wie Holz, so dass nach der Verklebung Spannungen zwischen den beiden Werkstoffen auftreten können. Daher ist die Wahl des richtigen Klebers zum Glas auf Holz Kleben enorm wichtig.

Holzkleber

Besonders das Verkleben von Klarglas ist schwierig, da auch transparente Klebstoffe Schlieren darauf hinterlassen können. Bei beschichtetem Glas hingegen ist in Einzelfällen eine Anlösung der Beschichtung möglich – auch darauf muss geachtet werden. Der Kleber sollte also immer auf einer unauffälligen Stelle getestet werden, ehe er zur Verklebung größerer Flächen oder auffälliger Stellen eingesetzt wird.

Als Kleber bietet sich Montagekleber an, jedoch aus oben genannten Gründen nicht im Falle von Klarglas. Für dieses eignet sich ein transparenter Klebstoff, der nach dem Aushärtungsprozess bestenfalls noch flexibel ist, um die Ausdehnung sowie das Zusammenziehen des Holzes auszugleichen. Auch ein zweikomponentiger Klebstoff könnte das Mittel der Wahl sein, um Glas auf Holz zu kleben.

 

 

Holz auf Beton kleben

Gerade für einen passionierten Heimwerker ergibt sich so manche Situation, in der man Holz auf Beton kleben möchte. Dies ist mit dem richtigen Know-How gut möglich. Als Kleber bietet sich ein solider Montagekleber an.

Dieser sollte raupenförmig und in Wellenlinien aufgetragen werden, damit er sich optimal verteilt und nicht zu viele Lufteinschlüsse entstehen, die das Klebeergebnis beeinträchtigen könnten. Weiterhin sollte der Kleber nicht zu dünn aufgetragen werden, um ungerade Stellen und Risse auszugleichen.

 

 

Metall auf Holz kleben

Metall auf Holz zu kleben ist möglich, erfordert jedoch nicht nur den richtigen Klebstoff, sondern auch sorgfältiges Arbeiten. Metall hat eine sehr viel größere innere Festigkeit als jede Holzart, so dass es durch ein Verkleben mit ungeeignetem Klebstoff zum Reißen der obersten Holzschicht kommen kann.

Angeraten ist eine Klebenaht mit zweikomponentigem Epoxidharzkleber oder einem Acrylatkleber. Allerdings muss auch bedacht werden, dass es viele unterschiedliche Metalle gibt, die verschiedene Eigenschaften aufweisen. Nicht jedes kann gleich gut mit Holz verklebt werden.

 

 

Fliesen auf Holz kleben

Wie bereits erwähnt „arbeitet“ Holz – das heißt, es zieht sich zusammen oder dehnt sich aus, abhängig von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Dies bedeutet, dass das direkte Verkleben von Fliesen mit Holz keine gute Idee ist, denn die Fliesen können die Bewegungen des hölzernen Untergrundes schlecht ausgleichen. Das Ergebnis sind Spannungen, die letzten Endes sogar zu Rissen in den Fliesen führen können.

Abhilfe schaffen hier Entkopplungsmatten. Diese werden in der Regel mit dem Holzuntergrund verklebt. Darauf werden die Fliesen dann mithilfe von Fliesenkleber verlegt.

 

 

Anleitung für das Holz Kleben

Das Holz Leimen ist keine Arbeit, die nur von Profis ausgeführt werden kann. Dennoch müssen einige Dinge berücksichtigt werden. Wir verraten Ihnen in unserer Holz kleben Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie am besten vorgehen.

 

Vorbereitungsarbeiten

Vor dem eigentlichen Verkleben müssen Sie die Vorbereitung des Untergrundes in Angriff nehmen, die essentiell für die Haltbarkeit der Klebenaht ist. Die Substrate müssen also gründlich von Rost, Fett und sämtlichen Schmutzablagerungen befreit werden.

Des Weiteren sollte der Untergrund völlig plan sein. Dies können Sie durch Hobeln, Schmirgeln oder Schleifen bewerkstelligen. Auf diese Weise können Sie auch ganz leicht Altanstriche beseitigen. Beachten Sie, dass nach einer solchen Arbeit der Untergrund erneut vom Schleifstaub gereinigt werden muss.

Holz und leim

Danach kann mithilfe von verdünntem Holzleim grundiert werden. Gerade bei saugenden Oberflächen sollte unbedingt eine Grundierung vorgenommen werden, damit der Holzleim nicht vollständig aufgesogen wird.

Für eine Grundierung verdünnen Sie den Leim und tragen diesen auf die Klebeflächen der Substrate auf. Nach der vollständigen Trocknung können Sie mit dem Klebevorgang beginnen.

 

Der eigentliche Klebe-Prozess

Die Substrate werden nun beidseitig mit Holzleim eingestrichen. Seien Sie dabei ruhig großzügig, geben Sie jedoch nicht so viel auf die Oberflächen, dass alles herausquillt. Fügen Sie die Substrate zusammen und bewegen Sie sie sehr leicht und vorsichtig hin und her, um eingeschlossene Luftblasen aufzulösen. Danach fixieren Sie sie. Überschüssiger Leim wird sofort mit einem Holzspatel aufgenommen und Reste danach mit einem feuchten Lappen abgewischt.

 

Aushärtung und Belastung der Verbindungsstellen

Wie lange der Holzleim braucht, um vollständig auszuhärten, ist nicht allgemein zu beantworten. Entnehmen Sie die Trocknungszeit dem Datenblatt des Herstellers. Bis zur endgültigen Aushärtung lassen Sie die verklebten Substrate fixiert.

Kleber von Holz entfernen

Um Kleber von Holz zu entfernen, müssen Sie zwischen behandeltem und unbehandeltem Holz entscheiden. Wurde das Holz zuvor behandelt oder lackiert, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Erhitzen Sie den Kleber vorsichtig und langsam mithilfe eines Föhns, aber achten Sie darauf, den Lack nicht zu beschädigen. Eine niedrige Stufe des Föhns sollte genügen. Richten Sie den Föhn für wenige Minuten in einem Abstand von zwanzig Zentimetern auf den Klebstoff.
  • Probieren Sie von Zeit zu Zeit aus, ob die Erwärmung bereits ausreicht, um den Holzleim mit einem Küchenkrepp aufzunehmen.
  • Ist der Kleber noch zäher als vorher, erwärmen Sie ihn einige Zeit auf einer höheren Stufe, bis er sich entfernen lässt.
  • Eine weitere Möglichkeit, Holzleim zu entfernen, ist das Abkratzen mit einem Herdschaber. Allerdings sollten Sie darauf achten, den Lack nicht zu beschädigen.
holzkleber entfernen

Von unbehandeltem Holz lässt sich Leim einfacher entfernen als von behandeltem. Gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Beträufeln Sie ein fusselfreies Tuch großzügig mit acetonfreiem Nagellackentferner und reiben Sie damit über den Holzkleber, bis dieser sich lösen lässt.
  • Auch das Abschmirgeln ist eine gut umsetzbare Variante. Dafür können Sie Schmirgelpapier, etwas Stahlwolle oder einen Stahlschwamm wählen. Achten Sie bei wertvollem Holz darauf, dieses nicht zu beschädigen.

 

Fragen und Antworten

 

Wie lange ist Holzleim haltbar?

Holzleim ist wohl einer der haltbarsten Klebstoffe überhaupt. Richtig gelagert – in dicht verschlossenen Gebinden und vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung geschützt – hält er sogar mehrere Jahrzehnte.

 

Was klebt auf Holz?

Im Prinzip kann Holz mit allen erdenklichen Materialien verklebt werden. Jedoch sollte dafür ein geeigneter Kleber verwendet werden und die unterschiedlichen Materialeigenschaften wie Porosität sowie Wärmeausdehnungskoeffizient müssen berücksichtig werden.

 

Welcher Kleber für Holz und Metall?

Wenn Sie Holz und Metall verkleben möchten, sollten Sie auf einen zweikomponentigen Epoxidharzkleber oder einen PU-Kleber zurückgreifen. Der Klebstoff muss die unterschiedlichen inneren Festigkeiten ausgleichen können.

 

Welcher Kleber für Stein auf Holz?

Wenn Sie Stein auf Holz kleben möchten, sollten Sie auf einen soliden PU-Kleber oder einen hochwertigen Montagekleber zurückgreifen. Achten Sie, gerade bei Naturstein, auf die spaltüberbrückenden Eigenschaften des Klebstoffs.

 

Holz mit anderen Werkstoffen zu verbinden, ist nicht so einfach wie man vielleicht denken mag. Gerade die unterschiedlichen Werkstoffeigenschaften können so manchem Handwerker einen Strich durch die Rechnung machen, wenn der falsche Holzkleber eingesetzt wird. Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unserem Holz Kleber Test und Ratgeber weiterhelfen.

 


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