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Flüssigmetall Test und Anleitung – Hält Kaltmetall was es verspricht?

fluessigmetall

 

Möchten Sie Metall kleben, brauchen Sie meist einen besonders starken Kleber, der bestenfalls metallähnliche Eigenschaften aufweist. In einem solchen Fall können Sie es mit Flüssigmetall versuchen. Dieser hochpotente zweikomponentige Klebstoff geht extrem feste Verbindungen ein und weist einige Besonderheiten auf – in unserem Flüssigmetall Test erfahren Sie, welche das sind und worauf Sie beim Kaltmetall Kaufen achten müssen.

 

 

 

Was ist Flüssigmetall?

Bei diesem Begriff ist der erste Gedanke eigentlich der an geschmolzenes und somit flüssiges Metall. Der Name Flüssigmetall ist jedoch genauso irreführend wie der Begriff Kaltmetall, denn dabei handelt es sich gar nicht um Metall. Es handelt sich vielmehr um einen zweikomponentigen Klebstoff, mit dem sich vor allem metallische Materialien optimal verkleben oder reparieren lassen.

In der Regel basiert ein solcher Klebstoff auf einer Metallpulver- oder Keramik-Epoxidharz-Dispersion. Der Name Flüssigmetall leitet sich von der Tatsache ab, dass diese nach der Aushärtung metallähnliche Charakteristika aufweist, wie beispielsweise eine hohe Wärmeleitfähigkeit.

Welche Eigenschaften das Kaltmetall außerdem aufweist, verraten wir Ihnen nachfolgend in unserem Flüssigmetall Test und Ratgeber.

 

 

Eigenschaften von Flüssigmetall

Flüssiges Metall ist in seinen Eigenschaften ähnlich dem Epoxidharz, mit welchem sich nicht nur Böden versiegeln und Kunstgegenstände erschaffen, sondern auch unterschiedlichste Klebearbeiten ausführen lassen. Flüssigmetall besteht aus zwei Komponenten, die in einem exakten Verhältnis miteinander vermischt werden müssen. Nur so kann der Metallkleber seine adhäsiven Eigenschaften perfekt entfalten.

 

kaltmetall

 

Flüssigmetall bietet dem Anwender viele Vorteile:

  • Mit flüssigem Metall lassen sich Gegenstände unterschiedlichster Materialien schnell und einfach reparieren
  • Kaltmetall ist resistent gegenüber verdünnten Säuren, Öl, Laugen, Kraftstoffe, verschiedenen Lösungsmitteln, Wasser sowie UV-Licht und hält damit allen Umwelteinflüssen optimal stand
  • Es ist weiterhin höchst resistent gegenüber mechanischen Einflüssen; es ist kratz- und schlagfest und resistent gegen Alterungsverschleiß
  • Seine Farbe ist in der Regel metallisch; somit passt es sich perfekt an metallene Werkstoffe an; nach der Aushärtung kann es jedoch lackiert oder übermalt werden
  • Da es zudem höchst schrumpfarm ist, eignet es sich optimal zum Ausbessern von Rissen, Spalten, Löchern sowie Fehlbohrungen; auch zum Kleben ist Flüssigmetall perfekt geeignet
  • Es ist kälte- sowie hitzeunempfindlich in einem Temperaturbereich von -40° bis +300° Celsius; manche Kaltmetalle können jedoch bis zu 1360° Celsius standhalten

 

Empfehlung von Flüssigmetall Klebern

Eine generelle Empfehlung für einen Flüssigmetall Kleber auszusprechen ist schwierig, da sich die  Eigenschaften dieser zweikomponentigen Klebstoffe unbedingt nach dem Verwendungszweck richten sollten. Zwar bieten alle Kaltmetall Kleber dem Anwender ein großes Portfolio an Verwendungsmöglichkeiten; dennoch gilt es, auf die eine oder andere Eigenschaft Wert zu legen.

Dies gilt insbesondere dann, wenn der Kleber große Temperaturunterschiede oder extreme mechanische Belastungen aushalten muss.

Wir haben den Flüssigmetall Test gemacht und können zwei besondere Kaltmetall Kleber Empfehlungen für unterschiedliche Anwendungen aussprechen.

 

Preis-Leistungs-Tipp: Petec Flüssigmetall

PETEC Flüssigmetall

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Auf dem Markt ist auch handelsübliches UHU Flüssigmetall erhältlich, jedoch haben wir in unserem Flüssigmetall Test einen klaren Sieger herausgefunden, der alle Vorteile dieses Klebers in sich vereint: Das Petec Flüssigmetall.

Vorteile

 

  • Es ist bis zu 120° Celsius temperaturbeständig
  • Es ist perfekt geeignet zum Spachteln oder Auffüllen von Fehlbohrungen, Rissen und Lunkerstellen jeglicher Art
  • Auch für die Reparatur von Maschinen- oder Karosserieteilen, Gewinden oder Rohren ist es optimal
  • Es ist für viele verschiedene Materialien geeignet, beispielsweise für Beton, Keramik, Holz, Eisen oder auch zum Aluminium Guss Kleben
  • Der Preis ist für dieses Produkt absolut gerechtfertigt
  • Die Verarbeitung des Flüssigmetalls ist denkbar einfach

Nachteile

 

  • Die Verarbeitungszeit des Petec Flüssigmetalls beträgt nur etwa fünf Minuten; nach dieser Zeit ist die Anwendung kaum noch möglich. Daher ist das Petec Flüssigmetall wirklich nur für rasch auszuführende Arbeiten empfehlenswert.

Aufgrund der vielen positiven Merkmale gibt es von uns ein klares Plus für das Petec Flüssigmetall.

 

 

Temperaturbeständig: Winplus Quiksteel

WINPLUS Quiksteel Extreme Hitzebeständige Metallreparatur

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Auch bei den Flüssigmetallen gibt es unterschiedliche Anwendungsbereiche. So wird von manchen Flüssigmetallen eine hohe Temperaturbeständigkeit gefordert, insbesondere wenn es um die Reparatur von Grills und Öfen geht.

Das Winplus Quiksteel Flüssigmetall bietet dem Anwender alle Vorteile eines soliden Metallklebers – und ist darüber hinaus höchst hitzebeständig.

 

Vorteile

 

  • Das Flüssigmetall ist für alle Metalle sowie Metallverbindungen geeignet
  • Es ist nach der Aushärtung mechanisch bearbeitbar und kann außerdem lackiert sowie übermalt werden
  • Es ist nicht nur hitzebeständig bis 1316° Celsius, sondern auch korrosionsbeständig und somit der perfekte Metallkleber für die Reparatur von Öfen und Grills
  • Es kann mit verschiedenen anderen Klebern kombiniert werden
  • Die Klebenaht ist in etwa vergleichbar mit einer Schweißnaht, was die Beständigkeit und Belastbarkeit angeht
  • Dabei ist das Winplus Quiksteel Kaltmetall jedoch sehr viel einfacher anzuwenden
    •  

Nachteile

 

  • Für Arbeiten über Kopf ist das Quiksteel Kaltmetall nicht optimal, da es bei der Anwendung zu flüssig ist und tropft
  • Für vibrierende Teile ist es ebenfalls weniger geeignet – bei der Reparatur von Auspuffrohren ist daher beispielsweise Vorsicht geboten, denn manchmal treten bei starken Vibrationen kleine Risse im ausgehärteten Flüssigmetall auf

Alles in allem handelt es sich bei dem Winplus Quiksteel um ein solides Flüssigmetall, das dem Anwender nicht nur die Vorteile eines guten Klebers bietet, sondern auch höchst hitzebeständig ist. Es lässt sich gut verarbeiten und hält, ebenso wie ein handelsübliches UHU Flüssigmetall, was es verspricht.

 

 

Einsatzgebiete von Flüssigmetall

Das Fügen von Metall ist in der Regel mit einem relativ hohen Aufwand verbunden: Durch Schrauben, Löten, Nieten oder gar Schweißen werden zwei metallische Werkstücke miteinander verbunden.

Heutzutage bietet sich dem Anwender noch eine weitere Option, nämlich das Metall zu kleben. Dazu wird jedoch ein hoch wirksamer Kleber benötigt, der extrem dauerhafte und feste Verbindungen eingeht. Denn Metall wird insbesondere dort eingesetzt, wo Materialien hohen Belastungen standhalten müssen.

 

aluminium guss kleben

 

Das Credo beim Einsatz von Kaltmetall lautet also: Kleben statt Schweißen. Dies bietet gleich mehrere Vorteile:

  • Durch den Klebevorgang wird das Metall nicht so stark belastet wie durch das Schweißen; somit findet keine Schwächung der Materialstruktur statt
  • Das Kleben ist nicht mit einem so hohen Arbeitsaufwand verbunden wie das Löten oder das Schweißen
  • Es entstehen weder Abfall, noch Lärm, so dass Klebearbeiten, anders als das Nieten oder Schrauben, auch an Feiertagen durchgeführt werden können
  • Es besteht beim Kleben keine so hohe Verletzungsgefahr wie beispielsweise beim Schweißen

 

Das Kleben funktioniert nicht nur bei Stahl oder Eisen; Sie können auch Aluminium Guss kleben oder andere Werkstoffe. Auch das Kleben von Holz, Keramik, Beton oder verschiedenen Kunststoffen ist kein Problem.

 

fluessiges metall

 

Dabei wird Flüssigmetall nicht nur im industriellen Sektor, sondern auch im Heimanwenderbereich eingesetzt. Kaltmetall kann nicht nur zum Kleben, sondern auch zur Reparatur verschiedener Teile eingesetzt werden, beispielsweise von Scharnieren, Dachrinnen, Tanks, Gartenzäunen, Fahrrädern, KFZ-Teilen oder sogar Grills. Bei letzterer Anwendung müssen Sie jedoch unbedingt auf eine hohe Hitzebeständigkeit achten.

Vorsicht ist geboten bei der Anwendung als Gewindeersatz. Den hohen Belastungen, die die Gewinde oft aushalten müssen, ist das Flüssigmetall eher weniger gewachsen. Daher würden wir von dem dortigen Einsatz abraten. Weiterhin sollten Sie den Wärmeausdehnungskoeffizienten von verschiedenen Werkstoffen beachten.

 

 

Mit Kaltmetall kleben – Anleitung

Beim Kleben mit Flüssigmetall gilt es, verschiedene Dinge zu beachten. Gerade der Sicherheitsaspekt ist dabei nicht zu vernachlässigen. Weiterhin sollten Sie auf eine optimal vorbereitete Oberfläche achten.

Legen Sie sich zunächst alle benötigten Materialien zurecht:

  • Den Metallkleber
  • Etwas Schmirgelpapier
  • Lösungsmittel, beispielsweise Aceton
  • Einen fusselfreien Lappen
  • Einen Handfeger oder einen Staubsauger

 

Bei der Oberflächenvorbereitung gehen Sie wie folgt vor:

Entfernen Sie zunächst jeglichen Schmutz und Staub von der zu klebenden Oberfläche. Dies muss bei metallischen Oberflächen unbedingt vor dem Anrauen geschehen, da sonst Schmutzpartikel in den Werkstoff eingebracht werden und dort die Klebeeigenschaften beeinträchtigen könnten.

Nach der ersten Reinigung nehmen Sie das Schmirgelpapier zur Hilfe, um die Oberflächen leicht anzurauen. Danach muss eine zweite gründliche Reinigung erfolgen.

 

fluessigmetall

 

Nun geben Sie etwas Lösungsmittel auf den fusselfreien Lappen und reiben Sie damit über die Substrate, um diese von allen Öl-, Fett- und Wachsrückständen zu befreien. Holzoberflächen sind von dieser Maßnahme ausgenommen; diese müssen nur entstaubt werden. Nach diesen Reinigungsarbeiten können Sie das Kaltmetall anmischen.

 

Flüssigmetall anmischen

Bei manchen Flüssigmetallen entfällt dieser Schritt, da diese in einer Doppelkammerkartusche geliefert werden. In diesem Fall müssen Sie diese nur herausdrücken und gründlich miteinander vermischen, da sie bereits im optimalen Verhältnis aus der Kartusche austreten.

Müssen Sie das Kaltmetall selber anmischen, muss sorgfältig auf das richtige Mischverhältnis geachtet werden, da ansonsten eine unvollständige Aushärtung vorprogrammiert ist. Beide Komponenten werden abgewogen und mithilfe eines Holzspatels gründlich miteinander vermengt.

Oftmals ist es leicht, zu sehen, ob das Flüssigmetall richtig vermischt wurde, da beide Komponenten unterschiedlich gefärbt sind. Ist beim Rühren eine homogene Masse entstanden, können Sie mit dem Kleberauftrag beginnen.

Bei der Verarbeitung sollten Sie auf eine Umgebungstemperatur von etwa 20° bis 30° Celsius achten. Unter 15° Celsius sollte die Temperatur auf keinen Fall liegen, da es sonst im schlimmsten Fall ebenfalls zu einer unzureichenden Aushärtung kommen kann.

 

Verarbeitung

Nach dem Anmischen wird das 2K Flüssigmetall einseitig aufgetragen. Achten Sie auf einen gleichmäßigen, nicht zu dicken Auftrag. Nun werden die beiden Substrate mit hohem Druck gefügt. In der Regel müssen sie nicht fixiert werden, zur Sicherheit können Sie dies aber dennoch tun.

Der Kleber sollte nicht an den Klebestellen austreten. Ist dies doch der Fall, sollten Sie ihn sofort mit einem Holzspatel aufnehmen, noch bevor er zu härten beginnt.

 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=fgdFHCn16SI

 

 

Aushärtung und Nachbearbeitung

Die Aushärtungszeit von Flüssigmetall kann variieren. Halten Sie sich daher unbedingt an die Herstellerangaben und geben Sie den Substraten lieber etwas mehr Zeit als zu wenig. Bei einer höheren Umgebungstemperatur härtet der Kleber schneller aus als bei einer niedrigen Temperatur.

Nach dem Aushärten ist das Flüssigmetall mechanisch bearbeitbar, also beispielsweise schleifbar. Außerdem kann es nach Belieben lackiert oder bemalt werden.

 

Sicherheitshinweise für die Verarbeitung

Für die Verarbeitung von Flüssigmetall gelten die gleichen Sicherheitshinweise wie für die meisten Klebstoffe. Es entstehen bei dessen Verarbeitung Gase, die die Augen und Schleimhäute reizen könnten. Des Weiteren enthält es potentiell krebserregende oder allergieauslösende Stoffe.

Schützen Sie sich daher bei der Arbeit, so gut es geht. Tragen Sie Einweghandschuhe und eine Atemmaske und lüften Sie Ihren Arbeitsplatz gründlich. Arbeiten Sie, wenn möglich, an der frischen Luft. Tragen Sie langärmelige Kleidung und verzichten Sie auf das Rauchen oder Essen während der Arbeitsphase.

Sollten Ihre Haut, Ihre Augen oder Ihre Schleimhäute in Kontakt mit dem Kleber kommen, waschen Sie sie gründlich mit warmem Wasser aus und suchen Sie sofort einen Arzt auf. Zeigen Sie ihm, wenn möglich, das Datenblatt, damit er sofort weiß, um welche Stoffe es sich handelt.

 

 

Fragen und Antworten

 

Aus was besteht Flüssigmetall?

Kaltmetall besteht aus zwei Komponenten; in der Regel sind dies Epoxidharz und Metallpulver. Es gibt jedoch auch Flüssigmetalle, denen statt Metallpulver Keramik zugesetzt wird.

 

Wie lange dauert die Aushärtung von Flüssigmetall?

Nach einer Topfzeit von bis zu 45 Minuten – abhängig vom verwendeten Kaltmetall – erreicht der Kleber bereits eine gute Handfestigkeit. Nach etwa 12 Stunden ist er sehr fest; seine Endfestigkeit erreicht er, je nach Hersteller, nach 20 bis 36 Stunden.

 

Wie temperaturbeständig ist Flüssigmetall?

Das kommt stark auf den jeweiligen Hersteller an. Die meisten Flüssigmetall Kleber halten Temperaturen von etwa -40° bis +300° Celsius aus, es gibt aber auch Kaltmetall Kleber, die über 1300° Celsius ertragen können.

 

Mit Flüssigmetall liegen Sie bei Klebeanwendungen eigentlich immer richtig. Wenn Sie einige grundlegende Dinge beachten, ist das Kleben mit Kaltmetall ein Kinderspiel. Wir können diesen Klebstoff aufgrund seiner höchst positiven Eigenschaften sowie seines breiten Anwendungsspektrums nur wärmstens empfehlen.


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